11.04.2019: Oberwelten, Unterwelten

Philipp Harnoncourt hat uns anhand des Mythos von „Orfeus und Euridice“am 11. April 2019 Einblicke in die Welt der Oper aus der Sicht eines Regisseurs geboten.

Ausgehend von einer für den Herbst in Deutschland geplanten Inszenierung von „Orfeus und Euridice“ von Christoph Willibald Gluck ist Philipp Harnoncourt in seinem Vortrag einerseits näher darauf eingegangen, wohin uns diese Geschichte, die ganz am Anfang der Oper stand und zu den am meisten vertonten Stoffen dieses Genres gehört, damals und heute führen könnte. Orfeus gilt als Erfinder der Musik und mit der Musik übertritt er, für Momente jedenfalls, die Grenzen von Leben und Tod.

An diesem Beispiel hat Philipp Harnoncourt unseren TeilnehmerInnen andererseits Einblicke gewährt in die besondere Welt, in der Oper geprobt und vorbereitet wird, eine gleichsam erträumte, geschützte, spielerische Welt, die zugleich dem ganz realen, anstrengenden, aufwendigen Apparat der Bühne mitsamt seinem Personal unterworfen ist … eine höchst widersprüchliche Mischung.

Philipp Harnoncourt ist Regisseur, Dramatiker und Lichtgestalter. Er hat am Theater in verschiedenen Bereichen gearbeitet und Erfahrungen gesammelt, hat viele Jahre Lichtgestaltung gemacht, hat Bühnen und Räume für Tanz und Performances entworfen, sowohl im Rahmen etablierter Bühnen als auch im experimentellen Bereich freier Produktionen; bevor in den letzten Jahren als neuer Schwerpunkt die Opernregie dazugekommen ist mit zahlreichen Produktionen im In- und Ausland.

 

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