12.11.2019: Psychotherapie im Gespräch

„Ich schaff so viel, nur nicht, dass es mir gut geht“ lautete der Titel des Vortrags von Sylvia Gaul, Personzentrierte Psychotherapeutin, am 12.11.2019. Der Abend war der Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe „Psychotherapie im Gespräch“, in deren Rahmen ausgewählte ExpertInnen unterschiedliche Zugänge, Sichtweisen und Fragestellungen zum Thema psychische Gesundheit und Psychotherapie vorstellen. Die Vortragsreihe wurde gemeinsam mit der Kooperationspartnerin und Psychotherapeutin Lara Vranek ins Leben gerufen.

Psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen ist noch immer mit Scham besetzt, wird als persönliches Versagen erlebt. Nicht nur privater und beruflicher Erfolg ist wichtig, sondern es muss einem auch gut dabei gehen. Hingegen gilt absurder Weise der Herzinfarkt nach wie vor als Auszeichnung des „Vielleisters“.
Das Bedürfnis nach seelischem Wohlergehen, nach seelischer Gesundheit ist in unserer Welt noch immer eine sehr gewagte Sache. Nur funktionieren, mithalten können bringt gesellschaftliche Anerkennung. Und doch, wenn grundlegende Bedürfnisse des Menschseins chronisch geleugnet werden, wird sich die Seele wehren. Dabei hat sie vielfältige Möglichkeiten, psychischer wie somatischer Art.
Über dieses Aufbäumen der Seele und über die Grundbedürfnisse der menschlichen Existenz sprach Sylvia Gaul in ihrem Vortrag am 12.11.2019 und zeigte auf, warum es sehr sinnvoll ist, eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten aufzusuchen, bevor eine psychische oder psychosomatische manifeste Erkrankung auftritt.

Sylvia Gaul ist seit über 30 Jahren in freier Praxis als Personzentrierte Psychotherapeutin tätig und ist über 12 Jahre Lehrtherapeutin in der Sektion Forum des Psychotherapieausbildungsvereins APG.

Herzlichen Dank für diesen interessanten Abend!

Zu allen Fotos vom Abend (© Fernanda Nigro)

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