06.09.18.: Genug gejammert. Warum wir gerade jetzt ein starkes soziales Netz brauchen

Bei der Präsentation seines Buches „Genug gejammert“ hat Martin Rümmele gestern in unseren Räumen unser Sozialsystem analysiert und mit den Teilnehmern diskutiert, welche Reformen es wirklich braucht, um Sicherheit zu geben und Ängste zu nehmen.

Österreichs Sozialsystem ist eine Erfolgsgeschichte. Lange war es Garant für Wohlstand und sozialen Aufstieg für breite Bevölkerungsschichten. Doch anstatt die Stärken des Sozialstaats in wirtschaftlich schwierigen Zeiten abzusichern, wird er oft krankgeredet und ausgehöhlt. Der soziale Friede wird aufs Spiel gesetzt, Grundrechte werden in Frage gestellt, sozialer Abstieg bis weit in die Mittelschichten hinein wird in Kauf genommen. Solidarität schwindet, wird uns eingeredet und dabei Neid gesät: Junge gegen Alte, Gesunde gegen Kranke, Arbeitssuchende gegen Arbeitsplatzbesitzer, Inländer gegen Zugezogene.
„Hören wir auf das soziale Netz krank zu jammern und verbessern wir es dort, wo bereits Lücken entstanden sind“, fordern die beiden Autoren Martin Schenk und Martin Schriebl-Rümmele.

Vielen Dank an Martin Rümmele für den spannenden Vortrag zu diesem aktuellen Thema und an die Teilnehmer fürs Interesse und fürs Mitdiskutieren!

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