18 Juni Erfolgsbilanz von „Aktiv gegen HPV“
HPV-Impfaktion im ÖGGK Health Mobil: Über 5.200 junge Menschen nutzten die niederschwellige Möglichkeit zur Krebsvorsorge
Präventionsprogramme werden angenommen, wenn sie einfach und niederschwellig zugänglich sind. Das zeigte die HPV-Impfaktion, die die Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze mit ihrem ÖGGK Health Mobil und zahlreichen Partnern landesweit organisiert hatte. In knapp eineinhalb Jahren ließen sich unter dem Motto „Aktiv gegen HPV“ über 5.200 Frauen und Männer unter 30 Jahren impfen.
Die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) zählt zu den wirksamsten und gleichzeitig bedeutendsten medizinischen Präventionsprogrammen. Denn über 85 Prozent aller Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV, und einige HPV-Typen können Krebs im Genitalbereich, Rachen oder After auslösen. In Österreich sterben pro Woche rund drei Frauen an HPV-bedingtem Krebs.
Eine Impfung kann bestimmten HPV-bedingten Erkrankungen vorbeugen. Dennoch liegt die Durchimpfungsrate noch deutlich unter dem gesundheitspolitisch angestrebten Niveau. Um das kostenlose Impfprogramm für junge Frauen und Männer zwischen 21 und 30 Jahren möglichst einfach zugänglich zu machen, organisierte daher die Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze gemeinsam mit vielen Partner aus Bund, Ländern, medizinischen Fachgesellschaften und Unternehmen der Gesundheitsbranche in den letzten eineinhalb Jahren eine Tour mit dem ÖGGK Health Mobil durch ganz Österreich.
Erfreuliche Bilanz: An 29 Stationen ließen sich über 5.200 junge Frauen und Männer impfen
Der Erfolg gibt diesem Konzept recht: An insgesamt 29 Stationen holten sich in dem fahrenden Gesundheitszentrum 2.556 Frauen und 2.585 Männer die erste und auch zweite Dosis. „Verant-wortlich für diese starke Resonanz war zweifellos die Niederschwelligkeit“, betont Mag. Erika Sander, Initiatorin und Generalsekretärin der ÖGGK. „Wir waren mit unserem Health Mobil be-wusst am ‚Point of life‘ der jungen Menschen präsent. Das heißt, wir haben Universitäten, Fach-hochschulen, zentrale Plätze in den Städten und sogar Clubs wie den ‚Volksgarten‘ in Wien oder die Rossauer Kaserne besucht. Und wir haben die Impfung ohne Anmeldung, gewissermaßen im Vorbeigehen, möglich gemacht.“
„Das zeigt, dass Vorsorgeprogramme wie die HPV-Impfung sehr wohl angenommen werden, wenn sie einfach und unkompliziert zugänglich sind“, so Sander.
Begleitet wurde die Tour durch eine breit angelegte Informationskampagne, die über Online-Media und Social Media direkt die junge Zielgruppe angesprochen hat
„Aktiv gegen HPV“ als breite Initiative mit wichtigen Partnern
Unterstützt wurde die Aktion vom Gesundheitsministerium, den Landessanitätsdirektionen, dem Gesundheitsdienst der Stadt Wien sowie zahlreichen Organisationen aus Gesundheit, Bildung und Gesellschaft getragen: Österreichischen Krebshilfe, CCC Vienna von MedUni Wien und AKH Wien, Stadt Wien Gesundheitsdienst, Land Kärnten, Land OÖ, Land Salzburg, Land Tirol, APOScout, ELPATO Medien, IGEPHA, Mag. Job’s Essenz Apotheken, Kinderarzt-NEST, FemiProtect, Kottas Pharma, MSD, Barmherzige Brüder Linz, Mavie Med, Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ), Österreichische Gesellschaft für Urologie und Andrologie (ÖGU), Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG), Österreichische Gesellschaft für Chirurgie.
Auch diese Institutionen ziehen positiv Bilanz: „Das zentrale Anliegen der Impfkampagne bestand darin, Krebserkrankungen später im Leben zu verhindern und damit persönliches Leid sowie eine Belastung des Gesundheitssystems zu vermeiden“, resümiert Dr. Jochen Haidvogel-Toder, Dienststellenleiter des Gesundheitsdienstes der Stadt Wien. „Über neun von zehn aller Gebärmutterhalskrebsfälle lassen sich auf durch die Impfung abgedeckte HPV-Typen zurückführen. Dies verdeutlicht, dass es sich nicht um eine Nischenprävention handelt, sondern um einen fundamentalen Baustein der öffentlichen Gesundheitsvorsorge. Leider sind unverändert viel zu wenige Personen gegen HPV geimpft, und es bestehen nach wie vor Informationsdefizite bei Jugendlichen, jungen Erwachsenen und deren Eltern. Mit erfolgreichen Kampagnen wie ‚Aktiv gegen HPV‘ versuchen wir diese Lücke zu schließen.“
Zufrieden ist ebenso Dr.in Theresa Geley, Gesundheitsdirektorin für Tirol: „Die Impfung gegen HPV ist die wirksamste Maßnahme zur Verhinderung bösartiger Neubildungen wie Gebärmutterhalskrebs oder Analkrebs, und das Catch-up-Impfprogramm für 21-30-Jährige ermöglichte jungen Menschen, versäumte Impfungen nachzuholen. Mit der Impfaktion des ÖGGK Health Mobils konnte eine sehr niederschwellige und hocheffiziente Impfmöglichkeit angeboten werden, die sich großer Nachfrage erfreute.“
Dazu ergänzt Amtsärztin Dr.in Barbara Schmid: „Die Kooperation mit der ÖGGK war geprägt von Wertschätzung und Professionalität und hat viel Freude bereitet. So macht sinnvolle Präventionsmedizin Spaß.“
Und Mag. Dr. Eva Bencsits, Amtsärztin in der Landessanitätsdirektion Salzburg, betonte: „Das Impfangebot im Bereich der Privatmedizinischen Universität Salzburg wurde gut angenommen und überzeugte durch kompetente und professionelle Organisation und Durchführung.“








