Aktiv für eine gesunde Lunge

Aktiv für eine gesunde lunge

Mit der Initiative „Aktiv für eine gesunde Lunge“ macht das ÖGGK Health Mobil im Herbst 2026 bei zwei Wiener Unternehmen Station, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein unkompliziertes Lungenfunktions-Screening anzubieten sowie über Lungengesundheit, Risikofaktoren und Präventionsmöglichkeiten zu informieren.

  • Atemwegserkrankungen gehören zu den häufigsten chronischen Krankheiten in Österreich: So sind bis zu 800.000 Menschen von COPD und 500.000 von Asthma bronchiale betroffen.
  • Rauchen ist mit Abstand der bedeutendste Risikofaktor. Gleichzeitig können aber auch Allergien oder Umweltfaktoren die Atemwege dauerhaft beeinträchtigen.
  • Viele chronische Atemwegserkrankungen entwickeln sich schleichend, Symptome werden lange unterschätzt. Umso wichtiger sind Maßnahmen zur Vorsorge und Früherkennung.
  • Eine unkomplizierte Möglichkeit bietet das ÖGGK Health Mobil: Bei zwei Stopps in Wiener Unternehmen werden Lungenfunktionstests und Beratung durch medizinische Expert:innen ermöglicht. Bei Informationstagen im Vorfeld stehen Aufklärung und Prävention im Mittelpunkt.

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Unsere Lunge leistet täglich Erstaunliches: Rund 20.000 Atemzüge pro Tag versorgen unseren Körper mit Sauerstoff. Dies geschieht in der Regel unbewusst und ohne dass wir ihr große Aufmerksamkeit schenken. Erst wenn das Atmen schwerfällt, Husten dauerhaft bleibt oder die Belastbarkeit sinkt, wird uns bewusst, wie wichtig gesunde Atemwege für Lebensqualität und Wohlbefinden sind.

Chronische Atemwegserkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Ursachen für eingeschränkte Lebensqualität und Krankenhausaufenthalte. Auch in Österreich sind viele Menschen betroffen:

  • Schätzungen zufolge leiden bis zu 800.000 Menschen in Österreich an COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) – viele davon ohne Diagnose.
  • Etwa eine Million Menschen in Österreich sind von einer Allergie (Pollen, Hausstaub etc.) betroffen, häufig mit Beschwerden der Atemwege wie allergischem Schnupfen oder allergischem Asthma.
  • Asthma bronchiale zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. In Österreich sind rund 500.000 Menschen betroffen.
  • Lungenkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten. Laut Statistik Austria erkranken in Österreich jährlich rund 4.800 Menschen neu an Lungenkrebs.
  • Dazu kommen noch seltenere chronische Erbkrankheiten wie Cystische Fibrose oder Alhpa-1 Antitrypsin Mangel (AATM).

*Quellen/weiterführende Informationen:

Österreichische Lungenunion
Mehr Luft – Unterstützung bei Asthma und COPD

  • Ein gesunder Lebensstil kann wesentlich dazu beitragen, die Lunge zu schützen.
    Rauchen: Der wichtigste Risikofaktor für COPD und Lungenkrebs. Laut WHO stehen etwa 80–90 % aller COPD-Erkrankungen in Zusammenhang mit Tabakkonsum. Auch Passivrauchen belastet die Lunge erheblich.
  • Luftverschmutzung und Feinstaub: Schadstoffe in der Luft können Atemwege reizen und chronische Erkrankungen begünstigen.
  • Allergene: Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare können allergische Reaktionen und Asthma auslösen oder verstärken.
  • Belastungen am Arbeitsplatz: Staub, chemische Stoffe oder Dämpfe können die Atemwege langfristig schädigen.
  • Bewegungsmangel und wiederkehrende Infekte: Auch sie können die Lungenfunktion beeinträchtigen und bestehende Beschwerden verschlechtern.

Das Problem: Viele Lungenerkrankungen entwickeln sich schleichend. Symptome wie chronischer Husten, Kurzatmigkeit oder sinkende Belastbarkeit werden oft über Jahre ignoriert und somit spät diagnostiziert. Gerade deshalb sind Prävention, Früherkennung und Aufklärung besonders wichtig.

Das ÖGGK Health Mobil bringt Gesundheitsvorsorge direkt zu den Menschen – niederschwellig und unkompliziert. Im Rahmen der Initiative „Aktiv für eine gesunde Lunge“ macht das „Gesundheitszentrum auf Rädern“ im Herbst 2026 bei zwei Unternehmen Halt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten die Möglichkeit, ihre Lungenfunktion überprüfen zu lassen und sich individuell beraten zu lassen.

Beim Lungenfunktions-Screening werden konkret folgende Werte gemessen:

  • FVC (Forced Vital Capacity): die maximale Luftmenge, die nach tiefem Einatmen ausgeatmet werden kann.
  • FEV1 (Forced Expiratory Volume in 1 second): die Luftmenge, die innerhalb der ersten Sekunde ausgeatmet wird.
  • FEV1/FVC-Quotient: wichtiger Wert zur Beurteilung möglicher Atemwegsverengungen.
  • PEF (Peak Expiratory Flow): die maximale Ausatemgeschwindigkeit

Die Ergebnisse werden im Anschluss persönlich mit einer Allgemeinmedizinerin bzw. einem Allgemeinmediziner besprochen. So können mögliche Auffälligkeiten früh erkannt und bei Bedarf weitere Schritte empfohlen werden.

Bereits vor den Einsätzen des ÖGGK Health Mobils finden in beiden Unternehmen Informationstage statt. Dabei stehen Wissensvermittlung, Prävention und praktische Tipps rund um Lungengesundheit, Allergien und Risikofaktoren im Mittelpunkt. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung gesunder Atemwege zu stärken und zu zeigen, wie wichtig Vorsorge und Früherkennung sind.

UNTERSTÜTZER:

Eine Aktion der Österreichischen Gesellschaft vom Goldenen Kreuze, in Kooperation mit Chiesi.

Health Mobil der ÖGGK operated by Mavie Med:

Wichtige Fragen zu Asthma bronchiale und COPD beantworten diese Broschüren: